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Stottern
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Was ist Stottern und welche Begleiterscheinungen
kann das Stottern mit sich führen?

  • Stottern bedeutet:
    Unfreiwillige Wiederholungen von Silben und Lauten, Dehnungen von Lauten und Blockierungen vor oder in einem Wort (Bloodstein 1995).

  • Diagnostisches Kriterium:
    Mindestens 3% gestotterter Silben (Ambrose & Yairi 1999, Sandrieser 2004).

  • Versuche, ein Stotterereignis zu beenden oder zu vermeiden:
    Können zu Begleitsymptomatik führen wie: Anstrengung, Mitbewegungen, Atemveränderungen, verbales und situatives Vermeiden (Sandrieser & Schneider 2004).

  • Der Kontrollverlust im Symptom und die Reaktionen der Umgebung
    können zu Sprechangst und Scham führen. (Sandrieser & Schneider 2004).

Stottern-Kinder
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5 % aller Kinder haben eine Phase, in der sie stottern.

(Andrews & Harris, 1964).

Stottern-Erwachsene
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Durch die hohe Remissionsrate bleiben ca. 1% Erwachsene stotternd

(Bloodstein, 1995).

Stottern-Sprechplanung
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Die Ursache des Stotterns ist ein Defizit in der Sprachproduktion

"Sprachplanung ⇔ Sprechausführung"

stottern2
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Der Verlauf des Stotterns und die Symptomatik

wird durch Entwicklung und umgebungsbedingte Faktoren mit beeinflusst

(Johannsen, 1998).

  • Die Ausprägung der Symptomatik ist durch eine Vielzahl von Faktoren beeinflussbar und dadurch phasenweisen und situativen Schwankungen unterworfen
    (Yaruss, 1999)

  • Die Effektivität von früh einsetzender Therapie ist nachgewiesen, die Heilungschance kann für Kinder erhöht werden
    (Starkweather & Givens-Ackerman, 1998) 

  • Im Erwachsenenalter sind Heilungen die Ausnahme (Heilung = Symptomfreiheit, kein Kontrollverlust und Selbstbild)
    (Bloodstein, 1995)

Logopädische Angebote zur Therapie des Stotterns

Stottern-Therapie
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Direkte Stottertherapie:

Stottermodifikation und Fluency Shaping

  • Nicht-Vermeidens-Ansätze: „Iowa-Schule“
  • Eklektischer Ansatz (Verhaltenstherapie, Psychotherapie, Technik)
  • Phasen:
    • Desensibilisierung
    • Identifikation
    • Modifikation
    • Generalisierung

Fluency Shaping: „Flüssigkeitsformende Ansätze.“

  • Systematischer Aufbau einer flüssigen Sprechweise. z.B. Lidcombe
  • Verhaltenstherapeutisches Verfahren
  • Generalisierung als zentraler Bestandteil

Indirekte Elemente in der direkten Stottere-Therapie (KIDS)

  • Förderung der sprachsystematischen Fähigkeiten
  • Etablierung von Problemlösestrategien
  • Informationsvermittlung, Desensibilisierung gegen den Zeitverlust
  • Enttabuisierung
  • Unterstützung der direkten Therapie in Einzel- und Gruppentherapie, Elterngruppen.

Stottern-Therapie2
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Indirekte Stottertherapie

  • Beratung der Bezugspersonen
  • Entspannung
  • Verbesserung der kommunikativen Fähigkeiten
  • Stärkung des Selbstbewusstseins
  • Förderung der sprachsystematischen Fähigkeiten
  • Singen
  • „Spieltherapie“

Indikationen für indirekte Therapie

KIDS
Keine Begleitsymptome, keine psychischen Reaktionen, aber

  • Defizite in anderen sprachlichen Bereichen: Logopädische Therapie der betroffenen Bereiche (phonologische Störungen, Mundmotorik etc.)
  • Unsicherheit der Eltern: Elternberatung

Förderung der sprachsystematischen Fähigkeiten während der Stotter-Therapie

  • Etablierung von Problemlösestrategien
  • Informationsvermittlung, Desensibilisierung gegen den Zeitverlust
  • Enttabuisierung
  • Unterstützung der direkten Therapie
  • In Einzel- und Gruppentherapie, Elterngruppen
  • Interaktion in der Familie verändern

stotter-therapie3
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Warum indirekte Stottertherapie anwenden?

Indirekt arbeiten, um Stottern nicht zu thematisieren:

  • nicht bewusst machen
  • Ursachenvermutung
  • Selbstwahrnehmung und Selbstbild


Indirektes arbeiten innerhalb der Stottertherapie kann Erfolg haben:

  • Hohe Rate an Spontanremissionen
  • Situationsabhängige Störung

Risiken einer indirekten Stottertherapie

  • Tabuisierung der Störung
    (Vorurteile, Schuldgefühle etc.)
  • Keine oder wenig Informationen über Stottern an die Familie
  • Belastung der Familie, falls Remission ausbleibt

Fazit: Indirekte Therapie

Es kann sinnvoll und notwendig sein, indirekt zu arbeiten wenn keine Therapie der Symptome nötig ist:

  • als Rahmentherapie der direkten Therapie

Aber: Es gibt keinen Grund, Stottern nicht zu thematisieren!

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Ziele-Stottertherapie
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Therapie & Ziele

  • Durch Stotter-Modifikation die "Stotterereignisse" kontrollieren und reduzieren lernen, Begleitsymptome vermindern und Ängste abbauen. Einstellungsänderung bewirkt Erfolg
     
  • Fluency Shaping kann Stotterereignisse eliminieren. Begleitsymptome, Ängste und Einstellungen ändern sich als Konsequenz

Erfolg = keine Stotterereignisse

Fazit-Stottern2
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Kinder & Stottern

  • Kinder mit sogenannten Sprachunflüssigkeiten müssen früh diagnostiziert und ggf. behandelt werden
  • Die Therapieindikation muss nachvollziehbar sein
  • Das Therapieangebot darf nicht alleine durch die Qualifikation des Therapeuten bestimmt sein
  • Die Ziele müssen vorher definiert werden
  • Die Therapieziele müssen dem Wissensstand entsprechen
  • Stottern darf nicht tabuisiert werden („Verschwörung des Schweigens“)
Fazit Stottern4
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Fragen vor der Stottertherapie

  • ​Welche Therapieansätze gibt es?
  • Was spricht für/gegen einen direkten Ansatz?
  • Wieviel Zeit/Geld/Aufwand/Einsatz ist nötig?
  • Wie ist die langfristige Perspektive?
  • (Nachsorge)
  • Was ist ein realistisches Therapieziel?
  • Welche Dimension(en) flüssigen Sprechens können erreicht werden?
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